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Bundesliga: Wieder 50 ProzentSieg und Niederlage in EppingenIn der sechsten Doppelrunde der Bundesliga bot das SFK-Team einmal mehr ein gewohntes Bild: Nach einem diesmal sehr überzeugend herausgespielten Sieg gegen Eppingen reichte es am Sonntag gegen die favorisierte Mannschaft des SV Tegernsee nur zu vier kärglichen Remispartien... In der Schach-Bundesliga trumpften die Sportfreunde Katernberg in Eppingen gegen den nun abstiegsgefährdeten Gastgeber SC Eppingen groß auf und rückten durch ihren 6,5:1,5 Sieg wieder auf den 6. Tabellenplatz vor. Neben der sieggewohnten SFK-Großmeistergilde überzeugten auch die Spieler an den unteren Brettern.
Am Spitzenbrett gab es die inzwischen gewohnte Galavorstellung von GM Andrei Volokitin. Der junge Ukrainer brachte gegen GM Peter Acs schon in der Eröffnung Schärfe ins Spiel und verbrauchte fast eine Stunde seiner Bedenkzeit für ein Turm-Scheinopfer. Dank der aktiven Verteidigung seines ungarischen Gegners landete er jedoch in einem Endspiel mit nur geringen Gewinnchancen, zumal sein König durch ein "Sperrfeuer" der gegnerischen Dame hindurch musste. Einer wie Volokitin setzt nach. Mit Geduld und Umsicht führte er seinen König aus der Schlusslinie. Am Ende belohnte ihn ein Freibauer auf der h-Linie für seinen Kampfgeist. Den Schlusspunkt setzte Mannschafts-Senior Sergey Smagin. Der wie immer hochmotivierte Moskauer Großmeister opferte mutig die Qualität für zwei Freibauern, erlangte Gewinnstellung und gewann im finalen Zeitnotdrama trotz eines "remisträchtigen" Fehlers. Nach diesem samstäglichen Kantersieg gingen die SFK-Mannen am Sonntagmorgen mit verhaltenem Optimismus in den Wettkampf gegen den favorisierten TV Tegernsee, der sich tags zuvor schwer getan hatte, den SV Mülheim-Nord mit 4,5:3,5 zu besiegen. Das SFK-Team erwischte jedoch einen schwarzen Tag und musste sich mit 2:6 deutlich geschlagen geben. Maßgebend für die Niederlage war das Abschneiden an den Brettern 6 bis 8.. Die noch am Vortag allesamt siegreichen IM Matthias Thesing, IM Christian Scholz und FM Bernd Rosen mussten in ihren Partien kapitulieren und sorgten so für einen nicht aufholbaren Rückstand, zumal auch an den vorderen Brettern keine einzige Partie gewonnen wurde.
Weitere Remispartien steuerten GM Sergey Smagin (mit starker Verteidigungsleistung), GM Erwin L'Ami und IM Martin Senff bei. Tragischer Held war GM Vladimir Chuchelov, der in einem verlustträchtigen Damenendspiel in der letzten Partiephase die unverhoffte Chance zu einem Dauerschach erhielt, sie aber nicht nutzte und - nach der Niederlage vom Vortag - auch seine zweite Partie an diesem Wochenende verlor. Vor den beiden letzten Spielen (am 1. und 2. April in Mülheim) gegen Aljechin Solingen und SV Wattenscheid teilt sich SFK in der Tabelle mit dem Reisepartner SV Mülheim-Nord den 6. Platz, verfügt aber über das um einen Brettpunkt schlechtere "Torverhältnis". Da geht noch was! Willi Knebel Zur Startseite |